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Biografie

Zu DDR-Zeiten waren die Roten Gitarren die erfolgreichste Band aus den sozialistischen Ländern.1965 gaben sie sich ihren Namen, nachdem sie ihre Gitarren gekauft hatten. Diese gab es damals nur in rot. Ob das eine politisch verordnete Farbgebung war, kann heute niemand mehr sagen. Das war den vier Jungs auch egal – denn sie wollten die Polnischen Beatles werden.

Es folgten 25 überaus erfolgreiche Jahre. Sie veröffentlichten über 20 Singles und LPs, spielten jährlich 100 – 120 Konzerte und heimsten zahlreiche Preise ein. Schon 2 Jahre nach ihrer Gründung erhielten sie im Januar 1968 auf der Midem in Cannes den Marmornen Festivalpreis für die bestverkaufte LP in Polen – übrigens neben den Beatles, die diesen Preis für das meistverkaufte Album in Großbritannien bekamen.

Seit 1970 waren sie auch in der damaligen DDR erfolgreich. Daran erinnern beeindruckende Fernsehauftritte und Tourneen durch das "Bruderland".
1971 belegten sie in der Kultsendung der 70er-Jahre im DDR-Fernsehen "Einmal im Jahr" Platz 3 mit dem Titel "Hochzeit". Bereits ein Jahr später folgte Platz 1 mit "Es brennen die Berge und Wälder" und im Folgejahr – 1973 – belegten sie wiederum Platz 1 mit ihrem bis dato wohl größten Hit in Deutschland "Weißes Boot".
Die Roten Gitarren waren omnipräsent in der DDR und ihre LP "Die großen Erfolge" wurde die meistverkaufte Schallplatte einer Rock- und Pop-Band aus Bruderländern – lediglich übertroffen von Karel Gott's größten Schlagern.

Mitte der 80er-Jahre wurde es ruhig um die Gruppe – zumindest in der DDR. Die "zuständigen" Mitarbeiter der Künstleragentur hatten gemeinsam mit ihrer Partneragentur in Polen "Pagart" herausgefunden, dass es enge private Bindungen der Band zu Lech Walesa/Solidarnosc gab. Deshalb blieben Anfragen bei den Roten Gitarren nach Auftritten in der DDR einfach aus. Die Band konnte sich das erst viel später zusammenreimen, hatten sie doch in Polen nach wie vor genügend zu tun.

Kurz vor der Wende fand die Trennung von ihrem Frontmann, Sänger, Komponisten, kurzum vom Star der Gruppe, Seweryn Krajewski, statt. Er startete eine Solo-Karriere. Der Rest der Band trat in eine kreative Pause.

Knapp vier Jahre später war der Motor für den Neustart der Drummer der Urbesetzung Jerzy Skrzypczyk. Anlass war der Anruf eines Gitarristen der befreundeten Band "Die Troubadours" bei ihm. Dieser arbeitete in der Jury bei einem polnischen Festival und rief Jurek – so sein Spitzname - überrascht an:
"Stell dir vor, wir haben heute den ersten Preis an einen Sänger vergeben, der singt genauso wie Seweryn Krajewski…".
Daraufhin ging Jurek in die Spur. Eine Woche später war Mietek Wadolowski der neue Sänger der reaktivierten Roten Gitarren. Das Ganze ist nun 15 Jahre her.

Vor fünf Jahren trieb Jurek den Verjüngungsprozess weiter voran. Zuerst kam Marek Kisielinski. Ihn erlebte er beim Chopin-Wettbewerb als dieser beeindruckend seine Virtuosität und Emotionalität am Flügel präsentierte. In der heutigen Band spielt er allerdings Lead-Gitarre, während er Keyboard sowie Klavier nur als Zweitinstrument bedienen „darf“. Darüber hinaus ist er auch Sänger und schreibt einen Teil der neuen Songs – so auch die erste Single des neuen Albums.
Ein Jahr später "kaufte" Jurek den Youngster der Band – Arek Wisniewski - als Bassisten ein. Unabhängig davon, dass bei den Roten Gitarren sowieso alle singen, denn ihr mehrstimmiger Satzgesang ist eines ihrer Markenzeichen, hat Arek inzwischen auch seinen Platz als zweiter Leadsänger übernommen und präsentiert die erste Single des neuen Albums "Schwer verliebt und Herz verschenkt".

2005 feierten die Roten Gitarren ihr 40jähriges Bühnenjubiläum. In Polen sind sie Superstars, populär bei Jung und Alt. Das ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass sie mit ihrer Verjüngung sowohl an alte Qualitäten anknüpfen als auch mehrere Generationen ansprechen. Keine andere bekannte Band der 60er- und 70er-Jahre in Polen hat das geschafft!

Die Erfolge der letzten Jahre machen ihnen Mut. Jetzt wollen sie es noch einmal in Deutschland wissen – mit neuem Album, mit neuer Tour.

Die aktuelle Besetzung der Roten Gitarren:

JUREK SKRZYPCZYK - drums, vocals - Bandleader
JURAS KOSELA - guitar
HENRYK ZOMERSKI -  keyboard, bass guitar
MIECZYSŁAW WĄDOŁOWSKI - acoustic guitar, vocals
ARKADIUSZ WIŚNIEWSKI - bass guitar, vocals
MAREK KISIELIŃSKI - lead guitar, piano, keyboard, vocals

JurekJERZY („Jurek”) SKRZYPCZYK - Schlagzeug, Gesang

Musiker, Komponist, Vokalist. Mitbegründer der Band. Seine Musikbildung begann er als 6 jähriger Junge mit dem Akkordionspiel. Er absolvierte seine musikalische Ausbildung mit Schwerpunkt Klavier an der Musikgrundschule in Gdańsk (Danzig) mit einer Auszeichnung. Jurek war auch ein Schüler an der Musikoberschule in Gdańsk (Danzig), wo er sich in den Bereichen Klavier und Schlagzeug spezialisierte. Bevor er in der Band Czerwone Gitary (Rote Gitarren) spielte, war er ein Schlagzeuger in der Big Band von Jan Tomaszewski. In den 60ziger Jahren nahm er bei einer Volksbefragung einen Spitzenplatz für den besten Schlagzeuger in Polen ein. Zusammen mit Bernard Dornowski, Krzysztof Klenczon, Jerzy Kosela und Henryk Zomerski bildete er die erste Besetzung der Band Czerwone Gitary (Rote Gitarren). In den Jahren 1965-1974 komponierte er einige Lieder für Rote Gitarren u. a. "Jeśli tego chcesz" (Wenn du willst) und 1999 bearbeitete er das Werk "Ave Maria" von Franz Schubert, das am Tag des Besuches in Polen von dem Papst Johannes Paul II in Sopot (Zoppot) bei Danzig dargestellt wurde. In dem selben Jahr erschien das neue Album der Band namens "....jeszcze gra muzyka" ( …noch klingt die Musik) mit den meist von Jurek komponierten Titeln. Einer davon "Tańczyła jedno lato" (Sie tanzte ein Sommer lang) ist 1999 in der in Polen beliebten Rundfunksendung namens „Lato z Radiem” (Der Sommer mit dem Radio) ein großer Hit geworden. Ab 1965 „etatmäßiger” Schlagzeuger der Band. War bei allen Konzerten der Band und allen Schallplattenaufnahmen dabei. Das letzte Musikalbum der Gruppe namens „O.K.” beinhaltet 5 seiner Titel. Nach dem Ausscheiden von Seweryn Krajewski blieb er Leader und Musikchef der Band.

JurekJERZY („Juras”) KOSELA - Gitarre

Er ist musikalischer Autodidakt, Komponist, Vokalist, Texter. 1962 gründete er eine der populärsten polnischen Bands "Niebiesko - Czarni” (Blau - Schwarz), in der er Gitarre spielte und gleichzeitig Chef der Band war. Im Gründungsjahr trat die Band auf dem 1. Festival der Jungen Talente in Szczecin (Stettin) auf und gewann den ersten Preis. Diese Band bildete die eigentliche Basis der Gruppe, die am 3. Januar 1965 offiziell unter dem Namen "Czerwone Gitary" (Rote Gitarren) registriert wurde. Die Bandbesetzung bestand aus: Bernard Dornowski, Krzysztof Klenczon, Jerzy („Juras”) Kosela, Jerzy („Jurek”) Skrzypczyk und Henryk Zomerski. In dieser Besetzung erfolgten die ersten Rundfunk- uns Plattenaufnahmen der Band. Bis Januar 1967 war Juras der Leader und musikalischer Leiter von den Roten Gitarren, doch im April 1967 verlässt er die Band. Er komponierte Musik und schrieb die Texte für folgende Songs: "No bo ty się boisz myszy" (Du hast Angst vor einer Maus), "Historia jednej znajomości" (Geschichte einer Bekanntschaft), "Matura” (Das Abitur) – Letzterer ist noch heute einer der großen Hits in Polen, allerdings in Deutschland eher unbekannt. 1992-1994 spielte Juras als Gast bei den Roten Gitarren, seit 1999 ist er wieder ständiges Mitglied.

MietekHENRYK ZOMERSKI - Keyboard, Bassgitarre

1962 trat Henryk zum ersten Mal in Polen als Bassist in Erscheinung. Mitbegründer der Bands: "Niebiesko-Czarni" (Blau - Schwarz), "Pięciolinie" (5 Notenlinien), "Czerwone Gitary" (Rote Gitarren). In diesem Zeitraum galt er als der beste Bassgitarrist in Polen. Hatte 7 LPs zusammen mit den Bands: "Niebiesko-Czarni" (Blau - Schwarz), "Pięciolinie" (5 Notenlinien), "Czerwone Gitary" (Rote Gitarren) aufgenommen. Am 3. Januar 1965 war er offizielles Gründungsmitglied der "Czerwone Gitary" (Rote Gitarren). Im Januar 1966 scheidet er aus und spielt mit der Band "Czerwone-Czarni" (Rot-Schwarz) weiter. Nachdem die Band "Czerwono-Czarni" (Rot-Schwarz) 1998 ihre Karriere beendet hatte, arbeitete er 1 Jahr als Redakteur in einem Professional Music Press Verlag. In diesem Jahr lud Jurek ihn ins Studio der Roten Gitarren ein und er spielte die CD "...jeszcze gra muzyka" ( …noch klingt die Musik) als Flötenspieler mit ein. Seit 1999 ist er wieder festes Bandmitglied.

MietekMIECZYSŁAW (Mietek) WĄDOŁOWSKI - Akustikgitarre, Gesang

Preisträger des Wettbewerbs in Szczytno (Ortelsburg) – die Heimatstadt von Krzysztof Klenczon (Musiker der ersten Besetzung der Band, der tragisch in Chicago-USA ums Leben gekommen ist). Mietek erhielt dort einen Preis für die beste Aufführung seines Songs. Auf dem Festival des Russischen Liedes in Zielona Góra (Grünberg) 1988 gewann er einen Preis des Ministeriums für Kultur und Kunst. Ab 1992 begann er seine Zusammenarbeit mit den Roten Gitarren.

Mit der Band hatte er sowohl die CD "...jeszcze gra muzyka" ( …noch klingt die Musik) als auch das aktuelle Bandalbum „O.K.”aufgenommen. Hier hat er sich erstmals als Komponist betätigt und 3 Songs beigesteuert.



ArekARKADIUSZ (Arek) WIŚNIEWSKI - Bassgitarre, Gesang

Bevor er 2002 die Zusammenarbeit mit den Roten Gitarren begonnen hat, trat er mit diversen polnischen Musikern und Warschauer Gruppen u. a. mit Zbigniew Wodecki, Edyta Górniak, Rockgruppe „Fatum” und vielen anderen auf. Arek hat ds letzten Album der Roten Gitarren mit eingespielt. Das Lied „Senny szept” (MOND AUF DEM DACH ... )ist seine Komposition, die Spitzenplätze in den polnischen Hitparaden einnahm.
Mit diesem Titel erreichte er 2005 in Sopot (Zoppot) den 4. Platz in dem Wettbewerb „Przeboje lata 1 programu TVP” (Sommerschlager des 1. polnischen TV-Programms).



JurekMAREK KISIELIŃSKI - Gitarre, Piano, Keyboard, Gesang

Marek wurde als Studiomusiker in Polen bekannt und war schon an 15 CD-Produktionen, sowohl als Produzent als auch als Gastmusiker (Session-Musiker) erfolgreich beteiligt. Er absolvierte eine Ausbildung am Konservatorium in Warschau mit Schwerpunkt Akkordionspiel. Während seiner Ausbildung nahm er auch erfolgreich als Pianist am Chopin-Wettbewerb teil. Ab Januar 2004 tritt er mit der Band "Czerwone Gitary" (Rote Gitarren) auf und spielt hier aber Lead-Gitarre und singt. Auch er trug sich auf dem letzten Bandalbum „O.K.” mit dem Titel: „Coś na do widzenia” (Etwas zum Wiedersehen) in die Liste der Komponisten. Das nunmehr 2009 in Deutschland erscheinende Album wird mit seiner Komposition „Wezmę Cię ze sobą” (Schwer verliebt und Herz verschenkt) als erster Single-Auskopplung vorgestellt.